Selbstverletzung: Verschlossene Seele

Gabi Lummas

Verschlossene Seele

Erfahrungen mit Selbstverletzungen

€ 7,00 (zzgl. Porto & Versand)

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„Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind, und was weiß ich von Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich (…) stehen, wie vor dem Eingang zur Hölle.“                                 (Franz Kafka)

Um wieder einmal ein wichtiges Buch vor der Papierpresse zu retten, haben wir uns entschlossen das folgende Buch in unser Vertriebsprogramm aufzunehmen. Wir wollten damit nicht zuletzt den Heilungsprozesses der Autorin unterstützen, die sich mit Hilfe dieses Buches auf den Weg machte, ihre Kindheitserfahrungen aufzuarbeiten. Sie ist noch nicht am Ziel angekommen…

Die Autorin schreibt: Seit meiner Kindheit leide ich unter Autoaggression, die ich bis zu meinem 32. Lebensjahr vor meiner Umwelt und vor mir selbst verschwiegen habe. Ich erhoffte mir durch eine stationäre Behandlung, mich und mein Verhalten besser verstehen zu können. Doch ich stieß bei den meisten Ärzten auf Unverständnis. Es folgten verschiedene Diagnosen (u.a. Borderlinesyndrom) und eine Behandlung mit unterschiedlichen Neuroleptika, doch damit waren die Selbstverletzungen nicht zu unterdrücken. Ich spürte in mir, dass dies eine, wenn auch sehr „ungewöhnliche Sprache der Seele” ist, die man beachten und entschlüsseln muss. Die immer massiver werdenden Autoaggressionen und einige Suizidversuche „zwangen” mich dazu, mich der Problematik zu stellen.

Diese Autobiographie ist dabei ein wesentlicher Schritt, mir und (vielleicht) anderen Betroffenen dabei zu helfen, sich nicht nur abzulehnen und seines Verhaltens zu schämen, sondern dieses als Hilfeschrei einer verletzten Seele anzunehmen.

Rezension von Mondrian v. Lüttichau

“Dieser offensichtlich unter großem inneren Druck aus sich herausgeschriebene autobiografische Lebens- und Leidensbericht trägt entgegen dem Untertitel kaum dazu bei, Genaueres zu erfahren über die Dynamik der jahrzehntelangen schweren Selbstverletzungen bei der Autorin. – Er zeigt vielmehr in erschütternder Weise das qualvolle Nichtverstehen der eigenen innerpsychischen Beweggründe, das hilflose Bemühen um seelische Stabilisierung und den manchmal kaum mehr nachvollziehbaren Mut zum Weitersuchen. Offenkundig bestehen tiefgreifende frühe Traumatisierungen, die aber auch die Betroffene erst ahnt.
Ich habe erhebliche Zweifel, ob es sich bei Gabi Lummas um eine Frau mit Borderline-Persönlichkeitsstruktur handelt (wie diagnostiziert). Der Bericht enthält eine Fülle von Chiffren, die recht typisch sind für Innenpersönlichkeiten von Menschen mit Dissoziativer Identitätsstruktur (Multiple Persönlichkeit).
Wie auch immer: Für mich ist “Verschlossene Seele” einer der bedeutsamsten autobiografischen Texte zum Thema frühe Traumatisierung.”

Quelle: http://www.trauma-beratung-leipzig.de/pdf-literaturliste

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